Während Sie diesen Artikel lesen, steht womöglich jemand wenige hundert Meter von Ihrem Treffpunkt entfernt und tippt „Aktivitäten in der Nähe“ ins Handy. Die Buchung geht an den Anbieter, der in den Ergebnissen auftaucht. Dieser Leitfaden zeigt, wie lokales SEO für Freizeitanbieter 2026 wirklich funktioniert: in den lokalen Google-Ergebnissen, auf Google Things to Do und in den KI-Assistenten, mit denen Reisende zunehmend planen.
Was 2026 darüber entscheidet, wer die „in der Nähe“-Suche gewinnt
Wenn Reisende nach „Stadtführung in der Nähe“ oder „Aktivitäten in München heute“ suchen, haben die Anbieter, die dabei erscheinen, sechs Dinge gemeinsam:
- Sie pflegen ein vollständiges, aktives Google Business Profile mit den richtigen Kategorien, aktuellen Öffnungszeiten und einem funktionierenden Buchungslink.
- Sie sammeln laufend Bewertungen, sodass die neuesten Tage alt sind, nicht Monate.
- Sie zeigen Verfügbarkeiten, die noch heute buchbar sind. Wer „in der Nähe“ sucht, will jetzt los, und die Plattformen bevorzugen Einträge, die das erfüllen können.
- Sie betreiben eine schnelle mobile Website mit einer eigenen Seite für jede Aktivität an jedem Standort.
- Sie sind auf Google Things to Do vertreten, der Ticketfläche, die Google direkt in den lokalen Ergebnissen und in Maps anzeigt.
- Sie veröffentlichen Inhalte, die konkret genug sind, damit KI-Assistenten sie zitieren können, wenn jemand fragt: „Was kann ich heute Abend in Berlin unternehmen?“
Keiner dieser sechs Punkte erfordert eine Agentur oder ein großes Budget, nur die richtige Einrichtung und etwas Routine. Der Rest dieses Artikels geht sie der Reihe nach durch, ungefähr sortiert nach Aufwand.
Wo Reisende heute wirklich suchen
Frühere Versionen dieses Leitfadens hätten sich vor allem um das Ranking im „Local Pack“ gedreht, der Karte mit drei Ergebnissen oben auf der Seite. Das zählt nach wie vor, hat aber Gesellschaft bekommen.
Lokale Entdeckung passiert heute auf drei Ebenen. Die klassische ist die Google-Suche samt Maps, wo Local Pack und organische Ergebnisse zu Hause sind. Die zweite ist Google Things to Do: Hier erscheinen buchbare Touren, Tickets und Attraktionen direkt in den Suchergebnissen. Die dritte sind KI-Assistenten: Reisende fragen ChatGPT oder Googles KI-Antworten nach Empfehlungen und bekommen statt zehn blauer Links eine kurze Liste konkreter Anbieter.
Warum das für unsere Branche so wichtig ist? Wegen des Timings. Eine Auswertung von knapp 4 Millionen Online-Buchungen, die über Regiondo abgewickelt wurden, zeigt: Fast die Hälfte kam innerhalb von 48 Stunden vor dem Erlebnis zustande, fast jede fünfte sogar am selben Tag.
Die Untersuchungen von Arival zu Buchungszeiträumen zeigen dasselbe Bild: Touren und Museumstickets werden deutlich kurzfristiger gebucht als Konzerte oder Sportveranstaltungen, oft erst vor Ort. Wer „in der Nähe“ sucht, plant keine Reise im Oktober. Er entscheidet gerade, was er vor dem Abendessen unternimmt.
Google Business Profile: die 20 %, die 80 % ausmachen
Fünf Maßnahmen bewirken am meisten:
- Wählen Sie die spezifischste verfügbare Hauptkategorie, etwa „Anbieter von Stadtführungen“ oder „Kajakverleih“, und ergänzen Sie Nebenkategorien für alles Weitere.
- Laden Sie monatlich frische Fotos hoch. Der Juli ist der einfachste Monat des Jahres für volle Boote, lebhafte Verkostungen und Stadtaufnahmen im Abendlicht.
- Hinterlegen Sie Buchungslink, aktuelle Öffnungszeiten und den genauen Treffpunkt. Ein Profil, das die Frage „Kann ich jetzt sofort los?“ beantwortet, gewinnt den Klick.
- Beantworten Sie die Fragen im Q&A-Bereich, bevor Fremde es tun, und halten Sie die Antworten kurz und sachlich.
- Reagieren Sie auf alle Bewertungen, um die volle Sichtbarkeit mitzunehmen.
Bewertungen: Aktualität und Frequenz zählen, nicht nur Sterne
Bewertungen gehören weiterhin zu den stärksten lokalen Rankingsignalen, und das Verhalten der Reisenden verschiebt sich weiter in diese Richtung. BrightLocals Local Consumer Review Survey 2026 zeigt: 41 % der Konsumenten lesen inzwischen „immer“ Bewertungen, wenn sie lokale Anbieter vergleichen, nach 29 % im Jahr davor.
Für die Sichtbarkeit in der „in der Nähe“-Suche zählen zwei Dinge mehr als die Durchschnittsnote: wie aktuell die letzten Bewertungen sind und wie regelmäßig neue eingehen. Eine 4,7 mit drei Bewertungen aus dieser Woche schlägt eine 4,9, bei der seit April Funkstille herrscht. Die Lösung: die Bewertungsanfrage automatisieren und noch am selben Tag verschicken, solange das Erlebnis frisch ist. Den richtigen Zeitpunkt und passende Vorlagen finden Sie in unserem Leitfaden für mehr und bessere Bewertungen. Wer über Regiondo verkauft, sammelt mit dem integrierten Bewertungsmodul verifizierte Bewertungen aus echten Buchungen und zeigt sie per Widget auf der eigenen Website.
Ihre Website: schnelle Seiten, eine pro Aktivität und Ort
Ihre Website ist nach wie vor der Ort, an dem aus Suchenden Gäste werden. Zwei Grundlagen entscheiden, ob sie lokal ranken kann.
Die erste ist die Struktur. Legen Sie für jede Aktivität an jedem Standort eine eigene Seite an, formuliert so, wie Reisende suchen: „Stadtführung München“, „Kajakverleih Bodensee“, „Escape Room in der Nähe“. Nennen Sie im Text das Viertel, den Treffpunkt und die praktischen Details. Wenn Sie unsicher sind, welche Begriffe sich lohnen, hilft unser Leitfaden zur Keyword-Recherche für Touren und Aktivitäten weiter.
Die zweite ist die Ladezeit, vor allem mobil, wo die meisten dieser Suchen stattfinden. Schwere Buchungs-Plugins und alte iFrame-Widgets bremsen Seiten aus und verstecken Ihre Angebote vor Suchmaschinen. Genau dafür hat Regiondo seine React-Widgets entwickelt: Sie laden schnell, halten Ihre Angebotsinhalte für Suchmaschinen lesbar und unterstützen Google-Produktbewertungen, sodass Ihre Sterne direkt in den Suchergebnissen erscheinen können.
Google Things to Do: der Sichtbarkeitskanal, den Sie einfach einschalten können
Google Things to Do ist Googles Fläche für Erlebnisse. Dort erscheinen buchbare Touren, Aktivitäten und Attraktionstickets direkt in der Suche und in Maps, auch bei Anfragen wie „Aktivitäten in der Nähe“ oder „Was kann man in [Stadt] machen“. Für diese Suchen ist die Präsenz dort kein Extra. Dort sitzen die Buchungsbuttons.
Gelistet zu werden erfordert kein SEO-Projekt, sondern eine Anbindung:
- Verbinden Sie Ihr Buchungssystem mit Google Things to Do. Für Regiondo-Kunden ist es ein nativer Kanal: Channel-Manager öffnen und Google Things to Do für die gewünschten Angebote aktivieren.
- Prüfen Sie, ob Titel, Fotos und Preise Ihrer Angebote stimmen, denn Google zeigt sie eins zu eins an.
- Halten Sie die Verfügbarkeiten live. Ein Eintrag mit freien Plätzen für heute erreicht genau die Reisenden, um die es in diesem Artikel geht. Ein synchronisierter Kalender über Shop, OTAs und Google verhindert die Doppelbuchungen, die sonst mit Sichtbarkeit auf allen Kanälen einhergehen.
Die Antwort sein, wenn Reisende die KI fragen
Ein wachsender Teil der Reisenden sucht nicht mehr, sondern fragt. Eine Accenture-Umfrage unter 18.000 Konsumenten in 14 Ländern ergab, dass 80 % der Reisenden bereits KI-Tools rund ums Reisen nutzen. Wer einen Assistenten fragt „Was machen wir morgen in Wien mit zwei Kindern?“, bekommt eine Handvoll konkreter Anbieter als Antwort.
In diese Antwort können Sie sich nicht einkaufen, aber Sie können zitierfähig werden:
- Halten Sie Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten überall im Netz identisch. Assistenten gleichen Quellen miteinander ab, und Widersprüche wirken unzuverlässig.
- Schreiben Sie konkrete Beschreibungen. „Dreistündige Altstadtführung in kleiner Gruppe, maximal 8 Gäste, täglich um 18 Uhr“ gibt einem Assistenten etwas zum Weitergeben. „Unvergesslicher Spaß für die ganze Familie“ nicht.
- Ergänzen Sie auf jeder Aktivitätsseite ein kurzes FAQ und beantworten Sie jede Frage gleich im ersten Satz.
- Sammeln Sie weiter Bewertungen. KI-Assistenten stützen sich auf dieselben Vertrauenssignale wie Google.
Die 30-Minuten-Routine für Ihr lokales SEO
Lokales SEO ist kein Projekt, das man abschließt. Es ist eine Gewohnheit. Diese Routine passt in 30 Minuten an jedem Montag:
- Auf jede neue Bewertung der letzten Woche antworten (5 Minuten)
- 3 bis 5 Fotos von den Touren der letzten Woche ins Business Profile laden (5 Minuten)
- Öffnungszeiten, Treffpunkt und Buchungslink auf Richtigkeit prüfen (2 Minuten)
- Einen Profil-Beitrag veröffentlichen: Verfügbarkeiten der Woche, ein neues Angebot oder ein lokaler Anlass (8 Minuten)
- Neue Q&A-Fragen im Profil beantworten (5 Minuten)
- Stichprobe: Zeigen Website und Google Things to Do die heutige Verfügbarkeit korrekt an? (5 Minuten)
Wer das jede Woche der Saison durchzieht, überholt die meisten Mitbewerber. Denn die meisten machen es genau einmal und vergessen es dann.
FAQ: Wie erscheinen meine Touren in der Suche nach „Aktivitäten in der Nähe“?
ANS: Vervollständigen Sie Ihr Google Business Profile mit spezifischen Kategorien, Buchungslink und aktuellen Öffnungszeiten, sammeln Sie jede Woche frische Bewertungen und verbinden Sie Ihr Buchungssystem mit Google Things to Do. Geben Sie außerdem jeder Aktivität eine eigene, schnelle mobile Seite, die Stadt und Viertel nennt. Die besten Chancen haben Einträge mit noch am selben Tag buchbarer Verfügbarkeit, denn wer so sucht, will meist innerhalb von Stunden los, nicht in Wochen.
FAQ: Was ist aus Google My Business geworden?
ANS: Google hat Google My Business Ende 2021 in Google Business Profile umbenannt und die Verwaltung direkt in die Google-Suche und Maps verlegt. Eintrag und Bewertungen wurden automatisch übernommen, ein neues Profil brauchen Sie nicht. Sie bearbeiten Ihre Informationen jetzt, indem Sie im angemeldeten Zustand nach Ihrem eigenen Firmennamen googeln oder die Maps-App nutzen.
FAQ: Wie komme ich auf Google Things to Do?
ANS: Die Anbindung läuft über ein Buchungssystem oder einen Connectivity-Partner, nicht über eine direkte Bewerbung bei Google. Bei Regiondo ist Google Things to Do ein nativer Kanal: im Channel-Manager für die gewünschten Angebote aktivieren, Titel, Fotos und Preise prüfen und die Verfügbarkeiten synchron halten. Ihre Tickets können dann in den Ergebnissen der Google-Suche und in Maps erscheinen.
FAQ: Wie entscheiden KI-Assistenten wie ChatGPT, welche Touren sie empfehlen?
ANS: KI-Assistenten bevorzugen Anbieter, deren Informationen im Netz konsistent, konkret und gut bewertet sind. Sie gleichen Ihre Website, Ihr Google Business Profile, Bewertungsplattformen und Artikel ab, in denen Sie erwähnt werden. Sachliche Beschreibungen mit Dauer, Gruppengröße, Treffpunkt und Uhrzeiten werden deutlich häufiger zitiert als generische Werbetexte. Ein stetiger Strom positiver Bewertungen verstärkt das Signal zusätzlich.
FAQ: Führen „in der Nähe“-Suchen wirklich zu Buchungen?
ANS: Ja, und zwar schnell. Von 3,7 Millionen Buchungen, die innerhalb von zwölf Monaten über Regiondo liefen, kamen 44 % binnen 48 Stunden vor dem Erlebnis zustande, jede fünfte am selben Tag. Im Juli und August steigt der 48-Stunden-Anteil auf 48 %. Die Untersuchungen von Arival zeigen dasselbe Muster: Touren und Museumstickets werden deutlich näher am Termin gebucht als andere Veranstaltungen, oft erst vor Ort. Wer sichtbar und sofort buchbar ist, gewinnt Reisende, die bereits mit Zeit und Budget in Ihrer Stadt unterwegs sind.
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