Strategien für Tourismusmarketing 2019 und darüber hinaus

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Wir leben derzeit in einer Erlebniskultur, in der Reisen das ultimative Erlebnis ist; sehen Sie das auch so? Deshalb mausert sich die Reise- und Tourismusbranche zu einer der größten und lukrativsten Branchen weltweit.

Dem World Travel and Tourism Council (WTTC) zufolge wuchs der Tourismus 2018 um 3,9%, erwirtschaftete 8,8 Billionen Dollar Umsatz und schuf 319 Millionen Arbeitsplätze.

Das sind ziemlich große Zahlen.

Um in solch einer wachsenden und lukrativen Branche wettbewerbsfähig zu sein, brauchen Sie eine Marketingstrategie, die es in sich hat. Eine Strategie, die mehr Augenmerk auf Ihre Marke lenkt und damit zu mehr Kunden führt.

Das wollen wir in diesem Artikel mit Ihnen teilen: die aktuellsten Marketingstrategien für Touren- und Aktivitätenanbieter.

Was ist eine Marketingstrategie?

Bevor wir loselegen, ist es wichtig, zwischen einer Marketingstrategie und einer Marketingtaktik zu unterscheiden. (Da wir uns in diesem Artikel ausschließlich mit Marketingstrategien befassen werden.)

Eine Marketingstrategie ist im Grunde ein umfassender Plan, um die eigenen Marketingziele zu erreichen. In einfachen Worten ausgedrückt ist es ein Plan, der garantiert, dass Ihre Marketing-Taktiken stets zu Ihren geschäftlichen Zielen beitragen.

Taktiken hingegen bestehen aus sehr praktischen Werbeaktionen, die Sie jeden Tag ausüben. Zum Beispiel Publikationen in sozialen Medien, Schreiben von Blog-Einträgen, Versenden von E-Mails, etc. 

Diese Differenzierung ist sehr wichtig. In diesem Artikel werden wir die wichtigsten Strategien für Tourismusmarketing für Touren- und Aktivitätenanbieter behandeln.

 

14 Strategien für Tourismusmarketing 2019 und darüber hinaus

1. Verstehen Sie Ihre Kunden

Zuerst müssen Sie Ihre idealen Kunden verstehen.

Sie müssen ihre demographische Situation kennen, ebenso wie das, was sie dazu bewegt, zu buchen und wie sie am liebsten buchen. Bei diesem Brainstorming sollten Sie sich Fragen stellen wie etwa: Was motiviert sie (Ihre idealen Kunden) zu reisen? Wo finden sie Informationen über ihr Ziel? Wie buchen sie am liebsten? Was ärgert sie beim Recherchieren und Buchen?

Von den Antworten auf diese Fragen können Sie mindestens 3 Käufertypen erstellen. Sie können dann Ihr Markenbild, Ihre Webseite und Ihre Marketingstrategie rund um diese Typen entwickeln.

Behalten Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal und was Sie als Unternehmen auszeichnet im Hinterkopf. Das müssen Sie auf eine ansprechende Weise kommunizieren, um Ihre Kunden auf einer persönlicheren Ebene zu erreichen.

2. Optimieren Sie Ihre Webseite

Ihre Webseite ist die Grundlage für alle Ihre internetbasierten Marketingaktivitäten. Daher sollten Sie sie häufig verbessern, um die Benutzerfreundlichkeit zu steigern und Ihre Konversionsraten zu erhöhen.

Wenn Ihre Webseite auf Handys schlecht funktioniert, überladen, zu langsam oder einfach zu alt ist, müssen Sie sie unbedingt optimieren. Sie können die Leistung und Geschwindigkeit Ihrer Webseite mit Googles Test My Site überprüfen.

Vielleicht tun Sie das alles schon und Ihre Webseite ist ansprechend gestaltet und funktioniert einwandfrei. Aber ist sie für Klicks und Konversionen optimiert? In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen Experten (mit Branchenkenntnissen) hinzuzuziehen, der Ihnen hilft, die richtigen Optimierungen vorzunehmen.

3. Auf mobile Geräte fokussieren

Laut Think with Google suchen, planen und buchen 48% US-amerikanischer Handybenutzer ihre ganze Reise auf ihren mobilen Geräten. Die Statistiken sind in Europa ähnlich: 45% der britischen und 44% der französischen Reisenden planen und buchen ihre gesamte Reise bequem auf ihren mobilen Geräten. 

Was bedeutet das für uns?

Das mobile Erlebnis sollte so gut sein wie jenes auf der Desktopseite, wenn nicht sogar besser. Benutzer müssen in der Lage sein, die gleichen Funktionen auf ihren mobilen Geräten genauso komfortabel auszuführen wie auf der Desktop-Version Ihrer Webseite. 

Die selbe Think with Google Studie zeigte, dass 33% der mobilen Nutzer eine negative Wahrnehmung einer Marke haben, wenn ihr mobiles Angebot langsam ist.

Das sagt viel aus.

4. Social sein

Social Media ist einer der effektivsten Marketingkanäle für die Tourismusbranche. Das gilt aber nur, wenn Sie die richtige Plattform wählen (jene, wo Ihre Kunden sind) und eine Strategie für jede Plattform festlegen.

Facebook

Facebook ist vielleicht das beste soziale Netzwerk für Touren- und Aktivitätenanbieter, wenn es darum geht, den Traffic auf eine Webseite zu lenken. In diesem überfüllten sozialen Netzwerk können Sie Ihre Kunden finden, indem Sie gezieltes Targeting und Werbung einsetzen. Hier finden Sie einen detaillierten Leitfaden, der Ihnen helfen kann, auf Facebook erfolgreich zu sein.

Instagram, insbesondere IGTV

Instagram hat jeden Monat eine Milliarde aktive Benutzer. Das sind eine ganze Menge Leute, vor denen Sie Ihre Marke platzieren können. Darüber hinaus ist Instagram eine rein visuelle Plattform, die es zum perfekten Medium für die Vermarktung eines Reiseziels macht.

Instagram hat IGTV 2018 ins Leben gerufen, um vertikale langfristige Videoinhalte auf mobilen Geräten zu präsentieren. Die Plattform hat seit ihrer Einführung ein enormes Wachstum erfahren, da Marketingfachleute und Marken zunehmend auf mobile Videoinhalte angewiesen sind, um die Interaktion zwischen den Beteiligten und die Konversionsraten zu steigern.

5. Live-Video Marketing

Tourism marketing strategies: live video marketing

Video-Marketing ist derzeit das A und O, vor allem für Marken im Tourismusbereich. Reisende suchen häufig nach Videos von Reisezielen, zu denen sie reisen möchten. Das Problem ist, dass sie nicht mehr nur vorab aufgenommene Videos wollen.

Livestreaming-Videos werden immer beliebter. Ihre potenziellen Kunden sehen sie sich wahrscheinlich gerne an (Umfragen zeigen, dass sich 82% der Befragten lieber Live-Videos als Social Media-Posts anschauen); während Sie Ihre Produktionskosten für Videos senken und Ihre Authentizität als Marke zeigen können.

Werfen wir einen Blick auf eine Marke, die Live-Videostreaming richtig einsetzt: Hotel del Coronado in San Diego. Sie haben eine 24/7 Live Beachcam, um den Kunden den Strandspaß zu zeigen, den sie verpassen. Sie richten einfach eine Kamera ein und schalten eine Live-Übertragung ein.

6. E-Mails schicken

Ihre E-Mail-Liste ist das wertvollste Marketinginstrument, das Sie besitzen. Es ist leistungsfähiger als andere Marketingstrategien: Es ist ein besseres Werkzeug als Social und Suchmaschinen.

Wenn Sie also keine aktive E-Mail-Liste haben, müssen Sie mit dem Aufbau einer solchen beginnen. Sie sollten idealerweise ein Anmeldeformular auf Ihrer Webseite haben, um Webseitenbesucher in Ihre innere Online-Community einzuladen. Von dort aus können Sie wieder mit ihnen in Kontakt treten und sie in zahlende Kunden verwandeln.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über Marketing mit E-Mails für Touren- und Aktivitätenbetreiber. 

7. Online-Buchungen annehmen

Laut Zion Market Research belief sich der Markt für Reise-Buchungen online im Jahr 2017 auf 765 Milliarden US-Dollar und wird bis 2026 voraussichtlich 1955 Milliarden US-Dollar generieren. Darüber hinaus werden über 57% aller Reisebuchungen (einschließlich Unterkunft, Touren und Aktivitäten, Flüge usw.) online vorgenommen. 

Reisende haben viele Onlineressourcen und Tools parat, um Angebote zu sammeln, zu bewerten und die besten Reiseangebote für sich zu wählen. Wenn Sie möchten, dass Ihr Angebot eines davon ist, müssen Sie die Kunden dort treffen, wo sie sind: Die Kunden buchen Reiseangebote online, also müssen Sie Online-Buchungen auf Ihrer Webseite erleichtern.

8. Nutzen Sie die Macht von Rezensionen

Bewertungswebseiten wie Yelp, TripAdvisor und Google Local sind ideal, um Ihre Online-Präsenz und Ihren Ruf zu stärken.

Erwägen Sie, auf eine oder mehrere wichtige Plattformen zu gelangen. Achten Sie darauf, dass Sie auf alle Bewertungen – sowohl negative als auch positive – antworten, um zu bestätigen, dass Sie jedes einzelne Feedback empfangen und wahrnehmen.

Rezensionen erhöhen nicht nur das Vertrauen der Konsumenten in Ihre Marke und Produkte, sondern können als benutzergenerierte Inhalte im Allgemeinen dazu beitragen, Ihr Webseiten-Ranking und Ihre Konversionsraten zu verbessern.

9. Bloggen Sie, und zwar ständig

Ihre Kunden wollen von Ihnen hören. Sie wollen Informationen und Einsichten von Ihnen, d. h. einen Blog. Bloggen ist eine gute Möglichkeit, Geschichten zu erzählen, einzigartige Einblicke in das Reiseziel zu teilen, Reisetipps zu teilen, etc. 

Es ist auch eine gute Möglichkeit, Ihr Publikum anzusprechen und Ihre Expertise in diesem Bereich zu promoten. Wenn Sie derzeit keinen Blog haben, erstellen Sie einen und bloggen Sie mit einem konsistenten Zeitplan.

10. SEO richtig machen

Tourism marketing strategies: SEO

SEO ist heute für Touren- und Aktivitätenanbieter wichtiger denn je.

Ein typischer Reisender beginnt seine Reise heute mit Google. Touristen nutzen Suchmaschinen, um Reiseziele, Unterkünfte, Transport, Aktivitäten und Touren usw. zu finden. Wenn sich Ihre Angebote nicht auf der ersten Seite der Suchergebnisse befinden, existieren Sie für einen potenziellen Kunden nicht. 

Man scherzt, dass sich der beste Ort zum Verstecken von Leichen auf der zweiten Seite der Google-Suchergebnisse befindet, weil niemand jemals dorthin geht.

Daher ist es wichtig, dass Ihre Marke und Angebote bei den wichtigsten Suchergebnissen dabei sind.

Der Konkurrenzkampf ist jedoch unerbittlich.

Es ist nicht einfach, sich auf der ersten Seite der Suchmaschinenergebnisse von vielen beliebten Reise-Keywords zu platzieren. Der Aufwand lohnt sich jedoch, denn ein hohes Ranking in den Google-Suchergebnissen für ein bestimmtes Keyword ist besser als der Einsatz einer Facebook-Anzeige oder eines TV-Werbespots.

Das liegt daran, dass Menschen Facebook nicht nutzen, um Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Wenn sie jedoch nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen bei Google suchen, haben sie oft die Absicht, dieses Produkt oder diese Dienstleistung zu kaufen.

Wenn sie also Touren und Aktivitäten in einem Zielort suchen, in dem Sie sich befinden, werden sie höchstwahrscheinlich bei Ihnen buchen, wenn Sie in den Top-Ergebnissen erscheinen.

Hier ist eine kurze Einführung in das Thema SEO für Touren und Aktivitäten.

Cosmos, ein Touranbieter aus Italien, setzt SEO sehr gut ein. Er erscheint sogar in den Top-Suchergebnissen für das Keyword „Touren in Italien“ bei Google.

11. Richten Sie Ihr „Google My Business“ Listing ein oder optimieren Sie es

Da wir schon von SEO sprechen, Google My Business ist ein guter Ausgangspunkt, um mit SEO loszulegen – insbesondere regionales SEO.

Für diejenigen, die mit Google My Business (GMB) nicht vertraut sind, ist es ein kostenloses Tool, mit dem Sie steuern können, wie Ihr Unternehmen bei Google Search und Google Maps angezeigt wird. Es ermöglicht Ihnen insbesondere, Ihren Firmennamen, Ihre Kontaktdaten, Ihren Standort, Ihre Öffnungszeiten, Fotos usw. hinzuzufügen. Sie können auch Kundenbewertungen verfolgen und beantworten und sehen, wo und wie Menschen nach Ihnen suchen.

Und wenn Menschen nach Touren und Aktivitäten in ihrer Nähe suchen, sind sie in der Regel dazu bereit, die Tour noch am selben Tag zu buchen. Daher ist es wichtig, Ihr GMB-Listing zu erstellen und zu optimieren.

12. Erlebnisse in den Mittelpunkt stellen

Wie bereits erwähnt, leben wir in einer Erlebniskultur und damit in einer Ära des Erlebnis-Marketings. Erlebnis-Marketing ist im Grunde genommen Marketing, welches es Kunden ermöglicht, Ihre Marke zu erleben, anstatt dass Sie Ihre Touren und Angebote an ein breites Publikum vermarkten.

Es ist auch als Engagement Marketing bekannt und ermöglicht es Personen, mit Marken individuell zu interagieren. Marken verwenden physische Markenmaterialien, um den Kunden zu zeigen, was sie anbieten und worum es ihnen auf einer persönlicheren Ebene geht.

Sie haben es sicher erahnt: es sind die Millennials, die das Erlebnis-Marketing hervorgebracht haben; und es wird immer wichtiger. Nicht nur Millennials reagieren gut auf Erlebnis-Marketing, sondern auch ältere Konsumenten.

Werfen wir einen Blick auf ein Beispiel für gutes Erlebnis-Marketing: Travel Wisconsin. Travel Wisconsin hat eine Kampagne gestartet, um potenziellen Touristen zu helfen, sich vorzustellen, dass sie verschiedene Aktivitäten rund um Wisconsin unternehmen. Sie benutzten einen Zerrspiegel mit lokalen Aktivitäten wie Tubing; und platzierten die Aktivität in Bereichen, in denen die Leute warten würden, d.h. an Bushaltestellen.

Tourism marketing strategies: experiential marketing

Tourism marketing strategies: experiential marketing

Wie Sie sehen, unterscheidet sich Erlebnis-Marketing stark von traditionellen Marketingstrategien. Anstatt Ihre Werbebotschaft durch traditionelle Marketing-Taktiken wie Print-Werbung oder TV-Spots zu verbreiten – Mitteilungen, die Menschen nicht sehen oder hören wollen –, ermöglichen Sie es den Menschen, mit Ihrer Marke auf unterhaltsame Weise zu interagieren.

Und das Beste daran? Diese Erlebnisse wollen die Leute lieber nicht verpassen. 

13. Arbeiten Sie mit Micro-Influencern

Im letzten Jahr rückte das Marketing mit Mikro-Influencern stark in den Vordergrund und wächst auch heute noch. Immer mehr Marken verlassen sich bei der Vermarktung ihrer Produkte oder Dienstleistungen auf Influencer mit einem kleineren und gezielteren Publikum (im Vergleich zu Influencern mit einem immer größeren Publikum).

Mikroinfluencer haben in der Regel zwischen 1000 und 1 000 000 Follower und sind auf eine bestimmte Nische in ihrer Branche spezialisiert. Als solche haben sie oft höheres Engagement, loyalere Anhänger und bessere Konversionen auf ihren sozialen Netzwerken. Außerdem sind sie billiger als die großen Influencer.

14. Ziele setzen, verfolgen und optimieren

Tourism marketing strategies: analytics

Wenn Sie beginnen, einige dieser Marketingstrategien umzusetzen, werden Sie vielleicht plötzliche Veränderungen in Ihrem Unternehmen feststellen. Diese Veränderungen sind das Resultat, wenn Sie Ihr Publikum besser kennenlernen und wissen, welche Marketingstrategien für Sie am besten geeignet sind.

Zum Beispiel wissen Sie, welche Art von Blog-Posts Ihre idealen Kunden mögen, ob sie gut auf Ihre soziale Strategie reagieren und wie sie über Ihre Tourangebote und Ihre Marke denken (via Rezensionen).

Sie müssen diese Informationen/Feedback bewerten und analysieren und dann die entsprechenden Änderungen an Ihrer Marketingstrategie vornehmen.

Zum Beispiel, wenn eine bestimmte Art von Blog-Post durchweg viel besser ist als andere Beitragstypen, dann sollten Sie wahrscheinlich diese Art von Beitrag jede Woche veröffentlichen. Oder vielleicht haben Sie viele Follower auf Facebook, aber nur wenige auf Twitter… Sie sollten Ihre Social Media-Strategie überdenken und Optimierungen vornehmen.

Fazit

Das sind die wichtigsten Tourismus-Marketingstrategien, die in diesem Jahr und darüber hinaus umgesetzt werden sollten. 

Wenn die Strategien in diesem Beitrag korrekt umgesetzt werden, sind den Verkaufs-Ergebnissen keine Grenzen gesetzt.

Über uns Trifon Tsvetkov
Hi, I'm Trifon and I'm Regiondo's Content Manager! Hailing from Edinburgh, Scotland (but originally Bulgarian) I like to stay on the edge of what's going on in the worlds of travel and marketing. When I'm not researching, outlining, writing or editing, I play lots of chess and football. Get in touch with me for anything Regiondo or just to have a chat!
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